Mover: Plastikfrei bis zum letzten Faden

Und so entstand Movers erste 100 % plastikfreie Kollektion…

Man merkt erst, wie allgegenwärtig Plastik ist, wenn man versucht, vollständig darauf zu verzichten. Und plastikfrei bedeutet nicht nur plastikfreie Stoffe – der Teufel steckt im Detail.

Bei Mover brauchte es jahrelange Recherche und unzählige Verhandlungen mit Herstellern, Produzenten und Lieferanten, um die erste vollständig plastikfreie Sportswear-Kollektion zu entwickeln – bis ins kleinste Detail. Der erste Schritt war die Auswahl natürlicher, leistungsstarker Materialien: Ventile®, hochdichte Ripstop-Baumwollschalen, 100 % Merino- und Alpakawolle (Swisswool®), 100 % Woll-Cordsamt. Doch die eigentlichen Hürden lagen woanders: bei den Nähfäden, Reißverschlussbändern und Etikettzusammensetzungen.

Plastikfrei bis zum letzten Faden – gegen alle Widerstände.

Die größte Herausforderung? Überhaupt jemanden zu finden, der mit Baumwollfaden näht. Die meisten Hersteller lehnten kategorisch ab – Polyester sei die einzige Option. Wir stellten schnell fest, dass es nicht nur eine Frage der Präferenz war: Ihre Nähmaschinen waren schlicht nicht mehr für Baumwollfäden ausgerüstet. Jahrzehntelange Abhängigkeit von synthetischen Materialien hatte dazu geführt, dass ein einfacher Umstieg auf die für Baumwolle notwendigen Nadeln schlicht nicht mehr vorgesehen war. Wir haben unsere Hersteller schließlich überzeugt: Unser Faden ist 100 % Baumwolle, mehrfach gezwirnt. Wir verwenden langstapelige ägyptische Baumwolle, merzerisiert für hohe Reißfestigkeit.

Die nächste Hürde: plastikfreie Etiketten. Industriedrucke enthalten Kunststoffderivate; die Alternative wären gestickte Etiketten gewesen – doch auch Stickgarn besteht fast ausnahmslos aus Polyamid. Schließlich fanden wir ein kleines italienisches Unternehmen, das die Baumwollstickerei noch am Leben erhält.

Wir scherzen oft, dass das gestickte Etikett der einzige Echtheitsnachweis ist, den man braucht, um ein Mover-Kleidungsstück zu erkennen. Wer genau hinschaut, wird einen kleinen losen schwarzen Faden entdecken. Das liegt daran, dass Baumwolle – im Gegensatz zu Polyamid – nicht thermisch versiegelt werden kann.

Dann das Problem mit dem Reißverschlussband: Ein 100 % baumwollenes Band existiert schlicht nicht als Industriestandard. Metallzähne, ja – aber jedes Band, das Lieferanten anboten, bestand entweder aus Polyester oder Polybaumwolle. Selbst Bänder, die als „Baumwolle” deklariert waren, enthielten bei näherer Betrachtung synthetische Anteile.

Das konnten wir nicht akzeptieren. Nach einem Jahr Verhandlungen erklärte sich unser Reißverschlusslieferant bereit, ein individuelles 100 % baumwollenes Band zu produzieren. Sie sagten nicht einfach ja zu unserer Forderung – sie kamen selbst zu der Überzeugung, dass das, was wir tun, richtig ist. Manchmal reichen Sturheit und eine gute Sache aus.

Fäden, Reißverschlussbänder und Etiketten waren unsere schwer erkämpften Schlachten – aber nicht die einzigen. Jede Kleinigkeit wurde neu gedacht. Auch die Art und Weise, Kleidung ohne Elastik zu konzipieren, musste komplett überdacht werden. Gummikordeln wurden zu Baumwollkordeln. Plastikkordelstopper wichen Aluminium. Klettverschlüsse wurden durch Aluminium-Zugstopper ersetzt. Druckknöpfe wurden aus Metall. Und für bestimmte Modelle beziehen wir Hornknöpfe von portugiesischen Rindern – ein Material mit jahrhundertelanger Handwerkstradition.

Auch unsere Drucke sind vollständig plastikfrei: Wir verwenden ausschließlich wasserbasierte Farben – ohne synthetische Bindemittel, ohne Kunststoffderivate. Jede Substitution, so klein sie auch war, war eine bewusste Entscheidung.

Begeisterung erwies sich als unser wertvollstes Gut. Lieferanten zu überzeugen brauchte Zeit, Geduld und Ausdauer – aber sie ließen sich gewinnen, mit dem Weitblick dafür, was eine plastikfreie Zukunft eröffnen kann. Gemeinsam haben wir eine Lieferkette aufgebaut, die daran glaubt, dass Wandel möglich ist: plastikfrei, bis ins kleinste Detail.

Und so entstand Movers erste 100 % plastikfreie Kollektion.

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