Ein Blick zurück in die nahe Vergangenheit: Im Kaiserhaus OF GOODS sollte auch der Innenausbau der Idee der Zirkularität folgen. Dinge und Materialien im Kreislauf halten – wo immer es geht.
Gemeinsam mit Samuel Métraux Architektur haben wir uns dieser Aufgabe gestellt: den Innenausbau zirkulär zu denken und dabei gestalterisch eigenständig zu bleiben. Schnell war klar: Für das meiste davon gibt es im Baumarkt kein Standardsortiment. Also haben wir vieles selbst entwickelt und produziert – mit enger Zusammenarbeit, Offenheit und dem Mut, eigene Lösungen zu finden.
Am Anfang stand das Raumgerüst: eine Gesamtvision, die die räumliche Leitidee festlegt. Inspiriert von den unveränderbaren Raumtypologien des Hauses entwirft es die Szenografie und schafft dreidimensionale Gefässe. Es gibt den Rahmen vor und lässt Form und Gestaltung offen.
Darauf aufbauend entwickelten wir die zirkulären Einbauten und kuratierten zum Schluss die Verkaufswelten gemeinsam mit allen Beteiligten. Drei Ebenen greifen dabei ineinander: Grundausstattungen, die den Verkauf tragen, flexible und kuratierbare Infrastrukturen – und die Verkaufswelten selbst.
Jeder Einbau ist ein Unikat, einzigartig in Form, Nutzung, Herstellung und Lebensdauer. Im einjährigen Planungs- und Realisierungsprozess haben wir sie am 9R-Framework erprobt und ausgelotet, wo Zirkularität an Grenzen stösst – und wo sie neue Möglichkeiten eröffnet.
Und das Beste: Noch ist nicht alles fertig, nicht alles gebaut. Mit Absicht. Ein Ort, der auf Kreislaufprinzipien basiert, darf wachsen, sich verändern und agil bleiben.